Weihnachten in St. Nazarius 2020

Andacht für Familien

Wir laden Sie ein, diesen Gottesdienst zuhause in der Familie zu feiern. Texte und Melodien finden Sie auch in unserer letzten Ausgabe von KREUZ+QUER auf den Seiten 10-13.

Eröffnung

GEBET

V Herr, unser Gott, du bist die Hoffnung und die Liebe. In deinem Sohn Jesus ist diese Liebe zu uns Mensch geworden.

Wir danken dir dafür.

Lass uns aus dieser Hoffnung und Liebe leben. Darum bitten wir durch Jesus, deinen Sohn und unseren Bruder und Herrn.

A Amen.


Wir sind heute hier zusammengekommen, um den Geburtstag von Jesus zu feiern. Wir feiern Weihnachten, das Fest, an dem Gott in Gestalt eines kleinen Kindes auf unsere Welt kommt. Wenn wir dieses Kind anschauen, dann sehen wir Gott an. Ist das nicht toll? Gott so ganz nah bei uns? Darüber freuen wir uns hier und auf der ganzen Welt. Diese Freude drücken wir in unserem gemeinsamen Singen und Beten aus.

Evangelium: Die Weihnachtsgeschichte für Kinder erzählt

Bis heute feiern wir die Geburt Jesu an Weihnachten. Seine Geschichte fing an, bevor er geboren wurde: In Nazareth wohnte eine junge Frau namens Maria. Eines Tages schwebte plötzlich ein Engel vor ihr. Maria erschrak, aber der Engel sagte ihr, dass sie sich nicht fürchten müsse. Er sei von Gott geschickt worden, um ihr zu sagen, dass sie bald ein Kind bekommen würde - ein ganz besonderes. Dieses würde Jesus heißen und alle Menschen würden es den „Sohn Gottes“ nennen. Maria wunderte sich: von wem sollte sie ein Kind bekommen - sie war doch noch gar nicht verheiratet? Doch der Engel erklärte ihr, dass Gott selbst der Vater sei. Josef, Marias Verlobter, war traurig, als er von Marias Schwangerschaft hörte: Er glaubte, Maria habe ihn angelogen und sei mit einem anderen Mann zusammen. Er beschloss, sich von ihr zu trennen - obwohl er sie eigentlich heiraten wollte. Während er eines Nachts schlief, träumte er von einem Engel: „Fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen.“, sagte dieser. Maria habe ihn nicht belogen, das Kind sei der Sohn Gottes. Er befahl ihm, dem Kind den Namen Jesus zu geben. Dieser würde die Menschen froh und glücklich machen. Als Josef aufwachte, tat er, was der Engel ihm gesagt hatte: er nahm Maria zur Frau. Und er würde das Kind Jesus nennen. In dieser Zeit befahl der römische Kaiser allen Bewohnern, in ihre Heimat zu gehen. Er wollte zählen, wie viele Leute in seinem Reich lebten. Sie sollten sich dort in Listen eintragen. Josef musste also in seine Heimat Bethlehem - aber er nahm seine Maria mit. Der Weg war sehr beschwerlich, da Maria hochschwanger war. Sie mussten irgendwo übernachten - aber egal, wo sie anklopften, niemand hatte ein Bett für sie frei. Schließlich fanden sie einen verlassenen Stall, in der sie bleiben konnten. In dieser Nacht bekam Maria ihren Sohn.

Das Jesuskind wird in die Krippe gelegt.

Diese Nacht nennen wir deshalb die „Heilige Nacht“. Wie der Engel es gesagt hatte, gab Josef ihm den Namen Jesus. In der Nähe saßen Hirten auf dem Feld und bewachten ihre Schafherde. Sie erschraken als der Engel plötzlich vor ihnen schwebte. „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude!“, sagte er. Er erzählte ihnen von der Geburt des Sohnes Gottes. Neugierig machten sich die Hirten auf den Weg zum Stall, in der Maria, Josef und Jesus waren. Das wollten sie mit eigenen Augen sehen.


Wir singen gemeinsam das Lied "Stern über Bethlehem"

Stern über Bethlehem
Stern über Bethlehem

Fürbitten

MIT JESUS CHRISTUS KAM DAS WAHRE LICHT IN UNSERE WELT, DENN IN IHM HAT SICH GOTTES LIEBE AN DIE MENSCHEN VERSCHENKT. SO SOLLEN AUCH WIR UMEINANDER BESORGT SEIN UND FÜREINANDER BETEN.

Herr Jesus Christus, du wurdest in einem Stall geboren, weil in der Herberge kein Platz war. Steh allen bei, die auf der Flucht sind, die keine Heimat mehr haben oder heute einsam sind.
Christus, höre uns. Wir bitten dich, erhöre uns.

Bei deiner Geburt verkündeten Engel den Frieden. Lass Frieden werden in unseren Familien und Beziehungen und auf der ganzen Welt.
Christus, höre uns. Wir bitten dich, erhöre uns.

Du bist das Licht, das die Welt erleuchtet. Leuchte allen, die traurig, krank oder verzweifelt sind.
Christus, höre uns. Wir bitten dich, erhöre uns.

In dir ist das Leben in Fülle. Lass unsere Verstorbenen, an die wir besonders denken, leben in deinem Licht.
Christus, höre uns. Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir singen gemeinsam:

Dicke rote Kerzen

Wir beten das Vater Unser

V Herr Jesus, du hast uns Gott als guten Vater gezeigt und uns gelehrt, ihn auch so anzusprechen. So dürfen wir beten:

A Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen und Schlußlied

V Der Herr segne und behüte uns, der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig; er wende uns sein Antlitz zu und schenke uns seinen Frieden, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

A Amen.

Unsere Hoffnung heißt Jesus, Immanuel, der Gott mit uns. ER tritt ein in unsere Welt in unsere Familie. Ohne Anfang, ohne Ende ist er da, ist uns nahe, begleitet uns und öffnet uns die Tür zum Leben. Ich wünsche Euch und Ihnen immer wieder diese Erfahrung: Gott ist mit mir - in meinem konkreten Alltag. ER schenke Hoffnung und Frieden unter uns.

So segne und begleite uns in dieser hoffnungsvollen Zeit der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Ihr und Euer Diakon Andreas Debus

Zum Abschluß singen wir "O du fröhliche"

O du fröhliche
O du fröhliche

Texte und Gottesdienstgestaltung: Diakon Andreas Debus
An der Orgel und am Klavier: Thomas Adelberger