Paulusheim soll Gemeinde erhalten bleiben

09. Jul 2021

Der Kirchenverwaltungsrat (KVR) hat umfangreiche Überlegungen zum Paulusheim angestellt und nun eine Grundsatzentscheidung getroffen, deren Ziel der Erhalt des beliebten Hauses als Zentrum der Gemeinde St. Nazarius ist.

Paulusheim - Gemeindezentrum von St. Nazarius Lorsch in der Karolingerstraße
Paulusheim - Gemeindezentrum von St. Nazarius Lorsch in der Karolingerstraße

Am 30. Juni stand das Thema auf der Tagesordnung der Sitzung des Pfarrgemeinderats (PGR) und Mitte dieser Woche wurden bereits alle regelmäßigen Nutzergruppen des Paulusheims schriftlich informiert, dass das Paulusheim der Gemeinde St. Nazarius als Gemeindezentrum erhalten bleiben soll. Dem Schreiben folgte schließlich noch eine ausführliche Presseinformation durch Pfr. Michael Bartmann und Michaela Ludwig-Gross als Vertreterin des KVR.

Wolfgang Schmitt (KVR) erläuterte im PGR die Situation des Paulusheims als Gebäude in unserer Pfarrei. Als Ergebnis aller Diskussionen und Abwägungen der vergangenen zwei Jahre hat der KVR nun das Ziel definiert, das Paulusheim als Gemeindezentrum für St. Nazarius Lorsch zu erhalten.
Um zu diesem Entschluss zu gelangen, war es aber unerlässlich, alle Optionen zu prüfen. Nun kann auf verlässlicher Grundlage entschieden werden, das Paulusheim zu erhalten, da es unter allen Möglichkeiten die aussichtsreichste Option darstellt. Zu dieser Entscheidung trugen die hohe emotionale Bindung der Gemeinde mit dem Haus ebenso bei, wie dessen in normalen Zeiten intensive Nutzung.
Ohne die ausführliche Erörterung aller Möglichkeiten sei keine fundierte und seriöse Entscheidung möglich gewesen, betonte Wolfgang Schmitt, auch wenn das in letzter Zeit vermehrt zu Diskussionen, Spannungen und Kritik geführt habe.

Pfr. Bartmann ergänzte, dass es noch keinen konkreten Plan, sondern erst einmal die Grundsatzentscheidung für den Erhalt des Paulusheims gebe. Er betonte, dass nun alle Gremien bei der Konzeption konstruktiv und kreativ mitarbeiten müssten und auch die Gemeindemitglieder ihren aktiven Beitrag erbringen müssten.

Im nächsten Schritt sollen daher die NutzerInnen des Paulusheim in die Gespräche eingebunden werden. Dazu wird Anfang September ein erster "Runder Tisch" stattfinden, an dem von jeder Gruppe ein bis zwei VertreterInnen teilnehmen sollen. So kann gemeinsam an einem neuen Konzept gearbeitet und Ideen entwickelt werden, wie sich auch die Gemeinde zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Paulusheim einbringen kann.

Themen werden eine effizientere Nutzung der Räume, indem beispielsweise Räume von mehreren Gruppen genutzt werden und natürlich die Barrierefreiheit zumindest des Erdgeschosses und des großen Saals. Auch die ehemalige Hausmeisterwohnung, die sich noch im Zustand der 60er Jahre befindet, wird Thema sein. Nach der Sanierung könnte man sich auch eine Nutzung als Gruppenräume vorstellen.

St. Paulus an der Fassade
St. Paulus an der Fassade