Geschichte vor dem Bau

Bereits in den 20er Jahren hatte die Pfarrei St. Nazarius Lorsch mit dem 'Haus Büchler' in der Bahnhofstraße 2 eine Einrichtung für die christliche Jugend in Lorsch und zugleich ein Wohnhaus für den Küster. Es war ihr von Marie Kleopha Büchler 1923, ein Jahr vor ihrem Tod vermacht worden. Mit dem Nationalsozialismus folgten das Verbot der katholischen Jugendarbeit und die Enteignung des Hauses.

Nach dem Krieg kam das Haus wieder in den Besitz der Pfarrei, wurde bald verkauft und beherbergt heute das Bekleidungsgeschäft 'Ruth Reim'. Es wurde im Oktober 1952 unter Pfr. Ludwig Quinkert durch Ankauf des ehemaligen Gasthauses 'Zum goldenen Stern' von Philipp und Appolonia Walter ersetzt.  

Festveranstaltungen

Der Goldene Stern, das dunkle Gebäude mit der rechteckigen Fassade, vom Kaiser-Wilhelm-Platz aus gesehen. Bild mit freundlicher Genehmigung der Stadt Lorsch.
Der Goldene Stern, das dunkle Gebäude mit der rechteckigen Fassade, vom Kaiser-Wilhelm-Platz aus gesehen. Bild mit freundlicher Genehmigung der Stadt Lorsch.

Da diese Lösung durch die steigende Anzahl der Jugendgruppen bald ebenfalls zu eng wurde, fasste man den Entschluss zur großen Tat. Das Gasthaus wurde bis auf den Saal abgerissen, der Grundstücksteil zur Römerstraße hin wurde als Baugrund für das Bekleidungshaus Löffelholz verkauft und ein Grundstück an der Ecke Karolingerstraße/Georg-Behringer-Straße angekauft. Nach den Plänen des Architekten Henkes und mit Unterstützung von Stadt, Kreis, Land und Diözese konnten die Arbeiten beginnen. Zahlreiche fleißige Helfer aus der Pfarrei hatten unzählige Arbeitsstunden investiert, um mauernd, sägend, nageln und streichend alles zum Besten zu richten. Trotzdem kamen damals mit dem Bau noch Kosten von rund 400.000 DM zusammen. Dafür war der Saal umfassend renoviert und ein völlig neues, geräumiges Gebäude mit Gruppenräumen, Foier und einem kleinen Saal darüber gebaut worden.

Um das neue 'Jugendhaus St. Paulus' nach der feierlichen Einweihung durch Generalvikar Haenlein betreiben und erhalten zu können, hatte die Pfarrei eigens einen Verein gegründet. Der 'Jugend- und Sozialwerk e.V.' führte das Jugendhaus ab dem Jahr der Fertigstellung.

 

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